Demokratie auf dem stillen Örtchen
Vieles von dem, was sich unsere Schüler*innen beim Roten Salon für ihre Schultoiletten gewünscht haben, ist inzwischen Wirklichkeit geworden.
Kurz vor den Sommerferien haben neun Schüler*innen und vier Lehrkräfte die Außentoiletten gegenüber der Sporthalle gemeinsam umgestaltet. Aus der eher nüchternen Toilettenanlage wurden zwei ziemlich besondere Orte – geplant nach den Ideen der Schüler*innen und von ihnen selbst mitgestaltet.
Und dann war da noch ein Satz, den wir während des Projekts immer wieder gehört haben:
„Das wird doch sowieso sofort wieder kaputt gemacht.“
Bislang ist genau das nicht passiert. Auch unsere zunächst skeptischen Hausmeister*innen und Reinigungskräfte sind positiv überrascht.
Dazu tragen auch unsere Toilettenpat*innen bei. Sie ermöglichen die Öffnung der Toiletten während der Pausen und übernehmen Verantwortung für die gemeinsam gestalteten Räume. Das System funktioniert – auch wenn wir weiterhin Pat*innen brauchen, damit alle Dienste zuverlässig besetzt werden können.
Und jetzt?
Die neuen Außentoiletten sind kein Endpunkt, sondern unser erstes Erprobungsfeld für mehr Beteiligung an unserer Schule. Nach den Herbstferien geht es deshalb mit aula weiter: Über die digitale Beteiligungsplattform sollen Schüler*innen zunächst die weitere Entwicklung unserer Schultoiletten und später auch andere Bereiche des Schullebens mitgestalten können.
Denn vielleicht ist die wichtigste Veränderung am Ende gar nicht die Discokugel an der Decke, sondern die Erfahrung:
„Meine Idee kann tatsächlich etwas verändern.“
Unser Projekt hat inzwischen auch außerhalb der Gustav Aufmerksamkeit bekommen: Die WAZ berichtete über die Umgestaltung und der WDR hat unsere Schüler*innen sogar einen Tag lang bei der Arbeit begleitet.
- Zum WAZ-Artikel: „Demokratie auf dem stillen Örtchen“
- Zur WDR-Dokumentation über unser Projekt
Fortsetzung folgt :)
Lena Büsch
BNE-Beauftragte








