Zielsetzungen

Der Kontinuität von Unterricht muss höchste Priorität eingeräumt werden. Unterrichtsausfall kann in der Praxis jedoch niemals vollständig vermieden werden. Aber er muss soweit möglich auf ein pädagogisch vertretbares Maß reduziert werden.

Das Vertretungskonzept will Maßnahmen bereitstellen, die eine pädagogisch sinnvolle und der je­weiligen Situation angemessene Organisation des Vertretungsunterrichts er­möglichen. Die rechtliche Grundlage hier­für bildet sie Allgemeine Dienstordnung (ADO), vor allem § 10 und §11.

Grundsatz

Der Vertretungsunterricht hält Möglichkeiten für eine pädagogische anspruchsvolle und schülerorientierte Gestaltung bereit. 

Inhaltlich bieten sich für den Vertretungsunterricht fachliche, fächerverbin­dende oder fachübergreifende Fragestellungen oder die Arbeit mit den Ordnern für Vertretungsstunden der Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch. Folgende Schrittfolge ist einzuhalten.

  1. Fachbezogene Vertretung: Falls möglich, sollte der Unterricht fachbezogen vertreten werden.
  2. Vertretung im eigenen Fach: Ist die Vertretungslehrerin/ der Vertretungslehrer nicht Fachlehrerin/ Fachlehrer für das zu vertretende Fach und/oder hat die zu vertretende Kollegin/ der zu vertretende Kollege kein Material bereit gestellt,  dann wird der Unterricht im eigenen Fach mit einem möglichst fächerverbindenden oder fächerübergreifenden Thema unterrichtet.
  3. Vertretung mit den Ordnern für Vertretungsstunden oder Freiarbeitsordner als dritte Möglichkeit

Verlässlicher Ganztag

Kurzfristig ausfallendeUnterrichtsstunden (Ad-hoc-Vertretung) werden in der Jahrgangstufe 5-10 von der 1. bis zur 7. Stunde (verlässlicher Ganztag) vertreten, soweit möglich fachbezogen oder durch eine Fachlehrerin / einen Fachlehrer der Klasse. 

Vertretungsunterricht in der Sekundarstufe II

Die organisatorischen Beson­derheiten der gymnasialen Oberstufe werden die Vertretung einer Fachlehre­rin / eines Fachlehrers nur eingeschränkt möglich machen. Langfristig ausfallender Unterricht wird nach Möglichkeit fachbezogen vertreten.

Im Normalfall müssen im Rahmen der Möglichkeiten der Schule zunehmend Formen schülerorientierten, aktiven und selbstständigen Arbeitens zum Einsatz kommen. Insbesondere ist bei den Schülerinnen und Schülern die Einsicht zu fördern, dass aus dem Fehlen der Kurslehrerin / des Kurslehrers nicht der Anspruch auf eine Freistunde ab­geleitet werden kann.

Bei vorhersehbarer Abwesenheit werden Aufgaben durch die/den Kurslehrer*in entweder im unmittelbar vorausgehenden Unterricht gestellt oder rechtzeitig in der PAF ausgelegt. 

Die in den Vertretungsstunden zum Einsatz kommenden Aufgaben sol­len das selbstständige Arbeiten der Kursmitglieder*innen fördern. Sie besitzen entweder einen deutlichen Bezug zum Unterrichtszusammenhang oder sie dienen der Vorbereitung von Referaten und Facharbeiten bzw. der Vertiefung von relevanten Themen des Zentralabiturs, dazu zählt auch eine gezielte Wiederholung von Klausuraufgaben. Auf diese Weise ler­nen Schüler*innen Vertretungsstunden konstruktiv zu nut­zen, d.h. zur Weiterentwicklung ihrer fachlichen und außerfachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. 

Zur Erledigung von Aufgaben stehen den Schüler*innen die jeweiligen Kursräume zur Verfügung (SLK), sofern nicht Sicherheitsgründe dem entgegenstehen (z. B. in den Naturwissenschaften) oder das Studien- Arbeits- und Lernzentrum (SALZ). Der Vertretungsplan enthält eine entsprechende Bemerkung zur Raumnutzung. Ein/e Schüler*in des Kurses begibt sich in einem solchen Fall möglichst bis 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn in die INFO, um die entsprechenden Informationen zu erhalten.