Zwischen Wahrheit und Lüge
Am 06.10.2026 besuchte der gesamte Q1-Jahrgang der Gustav-Heinemann-Gesamtschule eine Theateraufführung von Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“. Begleitet wurde der Jahrgang von mehreren Lehrkräften. Das Stück thematisiert Fragen nach Wahrheit, Schuld und Gerechtigkeit sowie der aktuellen MeToo-Debatte und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das im Unterricht behandelte Werk auf der Bühne zu erleben und damit ein erweitertes und vertieftes Textverständnis zu schaffen.
Im Anschluss an die Aufführung und eine Pause fand ein Gespräch mit den Schauspielerinnen und Schauspielern, der Regisseurin und den Theaterpädagog*innen statt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Fragen stellen und weitere Einblicke in die Inszenierung und die Arbeit auf der Bühne gewinnen. Außerdem bestand die Möglichkeit, Fotos mit den Darstellerinnen und Darstellern zu machen.
Der Theaterbesuch trug dazu bei, das Verständnis für Kleists Werk zu vertiefen und die Figuren sowie die zentralen Konflikte des Stücks aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Um auch ein Verständnis für die Theatergeschichte und der Entwicklung des Dramas zu erhalten, besuchten wir am 13.10. Sophokles‘ „Ödipus“. Die Stücke lassen sich gut vergleichen, da beide Hauptakteure auf der Suche nach der Wahrheit diese durch Lügen und Verdrängung zunächst verschleiern wollen, was ihnen aufgrund ihrer Machtposition möglich ist. Machtmissbrauch und Manipulation durch Sprache sind ebenfalls aktuelle Abithemen, so dass die Theaterbesuche nicht nur Vergnügen bereiteten, sondern der Bildung für Schule und Leben durch Weiterdenken und Vernetzung dienten.
Erstellt von: Ranya Altintop, Dr. Randolf Quade



